Der Rebschnitt

Der Rebschnitt ist die grundlegende erzieherische Maßnahme der Weinrebe.

Mit der Anzahl der belassenen Augen (Knospen) kann man Einfluß auf die zu erwartende Traubenmenge nehmen.

So wird eine kleine Traubenmenge in der Regel immer eine höhere Güte als eine entsprechend größere Ernte aufweisen (Menge/Güte-Gesetz).

Ich erziehe meine Weinreben, überwiegend alte Rebbestände, in der traditionellen „Einzelpfahlerziehung“, die heute immer weniger zur Anwendung kommt, da hier durch die engen Gassen ein maschinelles Arbeiten nicht möglich ist.

Wir schneiden in unseren Parzellen zwei Fruchtruten mit jeweils ca. 10 Augen an. Die enge Zeilung dieser alten Weinberge läßt eine ander Erziehungsart kaum zu.

Man findet diese arbeitsintensive „Einzelpfahlerziehung“ noch sehr ausgeprägt auf den unzugänglichen Steilterrassen und Steilstlagen des Moseltals.

Lohn des hohen Arbeitsaufwandes ist eine mineralisch komplexe Ernte, da meine alten Reben sehr tief wurzeln (über 10m), und aus tiefen Erdschichten des Devonschiefers Mineralstoffe in die Traubenbeeren einlagern.

Der geringe Zeilenbreite dieser alten Weinberge, mit geringen Stockerträgen, führt dazu, das ich um beispielsweise ein Fass (1000 l) Riesling aus dem Burger Hahnenschrittchen zu füllen die Ernte von ca. 500-800 Weinstöcken (Menge ist jahrgangsabhängig) benötige, in modernen Rebanlagen, mit breiten Gassen, sind hierfür weitaus weniger Reben, ca. 300-500 notwendig.

Der schmeckbare Unterschied, mineralisch komplexere Weine.

Freuen Sie sich also, auf den neuen Jahrgang (ab Mai im Verkauf), mineralisch, fruchtig und mit dem gewissen Esprit, den Weine aus meinem WEINGUT auszeichnen.

Ich grüße Sie herzlichst…

Heinz Flöter

Winzer aus Leidenschaft!

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